Das Jüdische Historische Institut beherbergt die umfangreichste Sammlung an Dokumenten, Büchern und musealen Stücken in Polen, die mit dem Judentum zusammenhängen. Der wohl wertvollste Teil ist das Untergrundarchiv des Warschauer Ghettos, das Ringelblumarchiv.
Die Sammlung umfasst circa 70.000, teilweise antike, Bücher, Manuskripte und Zeitschriften, wovon die Hälfte auf Jiddisch und Hebräisch geschrieben sind.
Der historische Kern der Sammlung, bestehend hauptsächlich aus den Überresten der Judaistischen Hauptbibliothek, der Bibliothek des Breslauer Theologischen Seminars und verschiedenen jüdischen Bibliotheken, wird ständig mit neuen Veröffentlichungen erweitert.
Die schönsten Kunstwerke werden in unserem musealen Teil für jüdische Kunst (sowohl religiöse als auch weltliche Exponate, darunter prächtige Gemälde und Skulpturen) präsentiert. Das Museum des JHI besitzt eine große Sammlung an Sakralgegenständen darunter Paroches, Torahmäntel, rituelle Matzetaschen und traditionelle Tischdecken für Sabbatfeierlichkeiten. Sie stellen einen unschätzbaren Wert dar, sind sie doch wertvolle Gegenstände des alltäglichen religiösen Gebrauchs und erinnern gleichzeitig an das frühere blühende jüdische Leben und seiner Zerstörung.
Dokumente und Studien über jüdische Stätten in Polen werden im JHI in der Zentrale für die Dokumentation von Monumenten gesammelt. Die Fotosammlung, die an die tausend Bilder umfasst, dokumentiert historische Stätten sowohl aus dem 19. Und 20. Jahrhundert als auch aus der heutigen Zeit.